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Archive for ‘März, 2009’
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boah, was reesch ich mich über den ganzen amokläuferexpertenmist uff der vater hat die waffe rumliegen lassen. so. warum hat der junior dann 17 jahre ohne rumzuballern überleben können? computerspiele. genauso’n scheiß. wahrscheinlich hat er zuviel nachrichten geguckt, das ist nämlich killerspiel und zwar reality. da sieht man echte grausamkeiten. was issn an fasching? wenn die cowboys und indianer mit ihren zündplättchenpistolen auf menschen zielen? ich erinnere mich noch an meine kindheit, als mir meine mama den struwwelpeter vorlas. am meisten faszinierte mich die geschichte vom konrad, dem als bekennender daumenlutscher ratzfatz vom schneider (der bestimmt auch sonst immer nett war) mit der schere der daumen abgeschnitten wurde. himmel, hatte ich eine angst. und die realistischen bilder zu der geschichte, da tropfte dickes blut auf den boden. und die schere war fast so groß wie konrad!!! meine kinder haben mit teletubbies und pokemons gespielt und keiner ist schwul geworden. meiner meinung nach wollte der kerl einfach einen großen abgang haben. und den hatte er ja nun, ihn vergißt keiner mehr. 17 jahre alt. da is man kein kind mehr und noch kein mann, da werden sie schon mal blöd und ich weiß, von was ich rede. mal angenommen. nur mal angenommen. viele kids tragen waffen mit sich rum. schlagstöcke- und ringe, messer in allen variationen, vielleicht ist auch mal eine pistole dabei. nun hätte es ja sein können, daß ein anderer schüler an besagtem tag eine pistole dabeigehabt hätte. nicht um wild rumzuballern, einfach nur zum selbstschutz fürn heimweg oder so. nun stürmt also dieser tim in die klasse und beginnt zu schießen. der andere schüler hätte in seinen rucksack gegriffen, seine pistole rausgeholt und tim erschossen. wäre er dann der held gewesen? der amokläuferstopper? oder ein kaltblütiger mörder?
….und daß seine tochter samt ihren kindern bis ans lebenende nach der nummer, die er mit ihnen abgezogen hat, einen an der klatsche hat ist ja wohl klar. “er war so nett, das hätten wir nie von ihm gedacht, daß er sowas tun würde.” und wieder stellt sich mir die frage, wie er systematisch den kompletten keller ausbauen konnte, ohne daß sein umfeld was davon gemerkt hatte. das schafft ja nicht mal tine wittler. er hat da über jahre möbel, windeln, lebensmittel hingeschafft und keiner hats gemerkt?? schade, daß ich nicht richterin bin. ok, nicht beim bergvolk. jedenfalls…. so etwas wird immer wieder passieren, da ändert auch kein gesetz etwas dran. in 4 wochen redet kaum mehr einer über winnenden. nächstes jahr am jahrestag sehen wir in den nachrichten, wie die bewohner in den gedenkgottesdienst gehen, danach geschlossen zum ort des schreckens laufen, grablichter und blumen ablegen und gut is. wie immer ….. die uffreescherin ……… so heißt keine naturgetreue, bewegliche gummipuppe mit french-kiss-zunge und innennoppen mit vibration, nee gesungen wird der titel von einem schmachtäugigen latinotyp mit halboffenem satinhemdchen über haarloser brust namens oscar loya, die gruppe nennt sich “alex swings oscar sings”. was waren das noch für zeiten als von weiominie an dschörmänie duuse poa vergeben wurden. da saß man mitzitternd vor der glotze im mai wissen wir, ob oscar in russland die musikmeute mit seiner kissenden miss zum bängen bringt und unter die ersten hundertacht kommt. hier isser…. uffbasse, eimer untern monitor stellen, schleim kann rauslaufen:
mich bringt er damit nicht dazu, daß ich mir die klamotten vom leib reiße. wie immer ……. die uffreescherin Hach, was ham die Leute ab heute wieder richtig was zum uffreesche! Wir erinnern uns ja noch an die Frau, die wegen 1,30€ Flaschenpfand ihren Job verloren hat. Und heute gibts einen neuen Prozess in Dortmund, weil im vergangenen Sommer in einer Bäckerei aus NRW 2 Mitarbeiter ihre Papiere nehmen dürfen, weil sie sich “auf Kosten des Hauses” ein paar selbst gekaufte Brötchen belegt haben. Dabei geht es um ein paar Spritzer Olivenöl, Feta und so Gedöns. Der Geschäftsführer der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten in der Region Dortmund, Manfred Sträten, verteidigt die Bäcker:
Die Männer hätten den Brotbelag mit selbst gekauften Brötchen während der Produktion lediglich abgeschmeckt. Soso Nun mal ganz ehrlich. Jeder von uns hat doch sicher schonmal was vom Arbeitsplatz mitgenommen, mal ‘ne Zigarettenpause nicht abgestochen oder von den Produkten genascht. Kann man als Lappalie durchgehen lassen! Wenn man geschickt vorgeht, merkts eh keiner. Und wenn man z.B. bei Haribo in der Prokuktion arbeitet, fallen 10 gegessene Gummibären ganz sicher nicht auf. Auch wenns abgedroschen klingt, weil wir das immer von unseren Eltern zu hören bekamen:
Stellen wir uns diese Frage doch mal ganz objektiv. Nehmen wir an – um mal beim Beispiel Haribo zu bleiben – in der Produktion arbeiten insgesamt 300 Leute. Jeder von denen nascht alle 2 Tage “nur” 10 Gummibären. Macht allein schon an einem Tag 3000 von den Bären. Ich hab nie nachgezählt, aber ich schätze mal, in einer Tüte sind rund 50 Stück von den goldigen Dingern. Also haben die Mitarbeiter an dem einen Tag 60 Tüten gefuttert. Bei einem Ladenpreis von ca. 1,20€ kommen wir da schon auf lockere 70 Euro! Und auf den Monat gesehen, bei 20 Arbeitstagen sind das schon 700 Euro. Das ist sicher mehr als ein halber Monatslohn von so einem Produktionsmitarbeiter. Hört sich zwar nicht viel an für eine Firma die Millionen umsetzt, aber trotzdem machen sich rund 8.000€ im Jahr ganz sicher bemerkbar. Zumal es ja sicher auch nicht dabei bleibt. Da wird dann sicher auch mal “die eine oder andere Tüte” für Familie, Freunde und Bekannte mitgenommen.
Meiner Meinung nach ist das aber auf Dauer nicht tragbar. Es fängt immer klein an. Dann wirds mal ein bisschen mehr – weil, naja, fällt halt nicht auf. Und irgendwann verschwindet mal ‘ne Palette voll Tüten. Klingt lächerlich? Keineswegs! Ich hab mal in einer Firma gearbeitet, wo von einem gesicherten Gelände von Mitarbeitern eine ganze Palette Handies “entsorgt” wurde. Man fragt sich wie die das gemacht haben. Spielt aber keine Rolle. Es geht darum, daß die bestimmt auch mal “mit nur einem Akkudeckel” angefangen haben, den ein Bekannter brauchte. War ja nur ein Pfennigartikel (neudeutsch: Centartikel). Und genau aus diesem Grund finde ich es vollkommen gerechtfertigt, daß solche Mitarbeiter entlassen werden. Das Vertrauen ist nunmal weg, man kann keine Grenze ziehen, weil auch verlustige Pfennigartikel eine Firma in den Ruin treiben können. Außerdem, was für den einen Peanuts sind, ist für andere ein Haufen Geld. Also kann man es garnicht rational beurteilen, wo der Wert liegt. Nachtrag: Inzwischen hat das Gericht ein Urteil gefällt. Die Kündigung war nicht gerechtfertigt, weil es offensichtlich darum ging, “unangenehme” Betriebsratsmitglieder loszuwerden. Ändert aber nichts an meiner grundsätzlichen Meinung. |
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