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Rauchen tötet … die Frage ist nur: Wann?

datePosted on 13:08, März 10th, 2011 by uffreescher

Nu isses ma wieder so weit! :motzen:

Da bin ich vorhin mal wieder in “meinem” sozialen Netzwerk (Name tut nix zur Sache) unterwegs und lese in einer Gruppe wo jemand nach Zigarettenpreisen in einem Urlaubland fragt, u.a. einen Kommentar darüber, daß nicht rauchen billiger und gesünder sei. :(

:gaehn: Nee, sach bloß!? Als wenn wir Raucher das nicht selber wüßten!

Im Grunde reescht mich sowatt schon lange nich mehr uff … und aus den Diskussionen über dieses Thema halte ich mich meist auch raus. Warum? Weils nix bringt!

Ich könnte natürlich erstmal das Totschlagargument bringen, womit jeder erstmal für “Action” sorgt:

Wenn alle Raucher auf der Stelle keine Kippen mehr kaufen, würde der Staat pleite gehen, weil die Steuereinnahmen fehlen!

Ok, es geht dabei wirklich um einen Berg von Geld (Quelle: Wikipedia). Aber dieses Argument finde ich einfach zu billig … abgesehen davon, daß es schon etwas mehr braucht um einen Staat in den Bankrott zu ziehen.

Mich regt einfach viel mehr auf, daß die (militanten) Nichtraucher immer und überall ihren unsinnigen Senf dazugeben müssen (am Schlimmsten sind dabei die Ex-Raucher) :vogelzeig:

Glaubt Ihr wirklich damit etwas bewegen oder verändern zu können? Es wird nur Hass oder Gegenwehr erreicht. Bei manchen Rauchern auch Trotzreaktionen ausgelöst (ich selbst steck mir grad dann extra noch Eine an, auch wenn ich die Letzte erst kurz vorher ausgemacht hab). Mag kindisch sein, aber ich finds lustig :rauchen:

Nee, die eigentlichen Gründe fürs Rauchen bzw. Nicht-Aufhören sind in meinem Fall:

  • Der Entzug ist mir einfach zu streßig (ich rauche immerhin seit knapp 35 Jahren)
  • Ich müßte meinen kompletten Tagesablauf umstellen um den üblichen “Rauchsituationen” zu entgehen
  • Rauchen entspannt mich
  • Wenn ich über etwas grüble, geht das mit einer Zigarette besser
  • bei mir liegen keine, durch das Rauchen entstandenen, gesundheitlichen Einschränkungen vor. Blutdruck, EKG, Lungenvolumen und -funktion, Kondition, alles top :ok: (gut, wenn ich mit ca. 25kg Einkauf unsere 2 Etagen hochgehe schnaufe ich schon heftig :chuckle: , was aber auch ohne Rauchen wäre)
  • Solange ich nicht viel mehr als 1 Schachtel am Tag rauche, schmeckts mir sogar
  • Ich saufe dafür nicht

Gerade der letzte Punkt würde noch mehr ins Geld gehen und neben meiner Gesundheit auch zusätzlich noch die Gesundheit anderer (z.B. im Straßenverkehr) extremst gefährden.

Natürlich gibts auch Gegenargumente, die ich selbst kenne, die aber von den netten Nichtrauchern gern aufgeführt werden:

  • Ich würde im Monat rund 150 – 180 € sparen (wobei das auch eine Milchmädchenrechnung ist, denn dann würde ich das Geld sicher für anderen, unnötigen Kram ausgeben und nicht sparen)
  • Meine Mitmenschen müßten nicht mitrauchen
  • Das Risiko einer Erkrankung würde verringert
  • Es würde in der Wohnung und an der Kleidung weniger nach Rauch riechen.

Den Punkt, daß ich dann in einem Restaurant nicht immer nach Draußen müßte um zu rauchen, spare ich mir hier einfach, weil ich das eher als diskriminierend denn als Vorteil ansehe. Schließlich würde ich dann ständig allein am Tisch sitzen, weil in meinem Bekanntenkreis kein Nichtraucher ist :DD

Abgesehen davon, während der Arbeitszeit hab ich als Raucher mehr “Sozialpausen” als die Nichtraucher 8) und ich könnt mich jedesmal bepissen vor lachen, wenn die Nichtraucher sich darüber aufregen. Sollen sie doch stattdessen eine Kaffeepause machen und sich entspannen statt uns zu schikanieren :ooom:

Daß ich als Raucher früher sterbe, mehr gesundheitliche Probleme bekomme, mir Gliedmaßen verfault abfallen (was btw. auch durch zu hohen Blutzucker passieren kann) usw. ist nur ein KANN-Argument. An unserem Johannes Heesters sieht man, daß die Ausnahme die Regel bestätigt.

Und solange ich gesund bin und/oder es mich nicht doch eines Tages packt, werde ich das Rauchen nicht aufgeben. In diesem Sinne … :rauchen:

 

:oldman:

Virenschleuder

datePosted on 11:24, November 23rd, 2009 by uffreescher

Boah, watt reescht misch datt uff! :motzen:

Mit Leichtigkeit hab ich die Morddrohung überlebt und im Nachhinein muß ich sogar darüber lachen.

Aber was mich nun umgehauen hat ist die 2. heftige Erkältung innerhalb von 4 Wochen. ;(

Wie bescheuert sind die Kollegen, die hochgradig erkältet zur Arbeit kommen? Es ist ja löblich, daß sie Einsatz zeigen, ehrlich. Und ich erkenne auch an, daß sie ihren Arbeitgeber in Zeiten hoher Auftragslage unterstützen wollen, obwohl es ihnen nicht gut geht. Mich bekommt man ja auch nicht so leicht zu Doc. Schon garnicht wenn’s nur ein kleiner Schnupfen ist. Da kenn ich ganz andere. :roll:

Doch wenn ein Kollege 2 Tage schwer hustend und niesend arbeiten kommt, dann am dritten Tag sogar kotzend auf dem Klo hängt, dann hört mein Verständnis wirklich auf. Zum Glück hat unser Chef ihn dann am 4. Tag wieder heim geschickt.

Aber trotzdem hat er es geschafft 3 weitere Kollegen (mich eingeschlossen) so anzustecken, daß ich Anfang des Monats dachte, mich bringt es um. Gut, nach 1 Woche im Bett, eine Menge Medizin und viel Schlaf war ich wieder auf dem Damm und konnte meine Arbeitskraft voll einsetzen.

Nun gab es da aber noch unseren Teamleiter. Ein 25-jähriges Arbeitstier. Den hatte es auch erwischt. Allerdings nicht so heftig, so daß er nicht zum Arzt ging. Warum auch, der hat einfach Angst um seinen Job. Denn er hat sich nach der Ausbildung in dem Betrieb fleißig hochgearbeitet, verzichtet fast jedes Jahr gänzlich auf seinen Urlaub  :vogelzeig: und kränkeln kann er sich auch nicht erlauben, weil er sich von seinem Vorgesetzten zu sehr unter Druck setzen läßt.

Gut er ist noch jung und wird es mit den Jahren schon auch noch lernen, daß man zwar fleißig sein kann, sich aber nicht zum Sklaven machen lassen muß. Auch nicht in Krisenzeiten. Denn die Gesundheit kann einem niemand ersetzen.

Naja, wie dem auch sei, ist er weiter auf der Arbeit erschienen und mit jedem Tag ging es ihm dreckiger. Nach gut einer Woche sah er aus als könne er sich kaum noch auf den Beinen halten. So kam der vergangene Donnerstag, an dem wir plötzlich morgens vor verschlossener Tür standen. Ratlos, wo unser Teamleiter wohl bleibt, der doch immer überpünktlich ist.

5 Minuten vor Arbeitsbeginn erschien er dann, verkleidet als das Leiden Christi, schloß die Türe auf, übergab den Schlüssel an den Chef und verschwand wieder.

Bis zu diesem Zeitpunkt hat er aber schon gründlich seine Viren in der Firma verteilt gehabt, so daß am Donnerstag Mittag 2 Kolleginnen aufgeben mußten und die Arbeit abbrachen, weil sie zum Arzt mußten. In meinem Körper spürte ich auch schon wieder so ein flaues Gefühl, schob es aber auf die Nachwirkungen meiner Erkältung, die ja auch grad mal 1 Woche zurück lag.

Tja, scheisendreck! Freitag Abend hat’s mich weggesemmelt. So heftig, daß ich am Samstag um 5:30 h wegen Husten und Schmerzen im ganzen Körper nicht mehr schlafen konnte. Dann kam noch Fieber hinzu. Zwar nur 38,6° aber immerhin so viel, daß meine Uffreescherin gleich Panik hatte mich könnte die Schweinegrippe heimgesucht haben. :vampirshrek:

Zum Glück haben wir in unserem Bekanntenkreis einen Allgemeinmediziner (der auch Notarzt ist) den sie rund um die Uhr anrufen kann. Das tat sie auch gleich und wurde von ihm fast schon ausgelacht, als sie ihm mein Krankheitsbild schilderte. Seine Meinung über die Panikmacherei der Medien möchte ich jetzt nicht widergeben. Aber er gab uns den Tip das Fieber zu beobachten, denn erst wenn es wirklich extrem ansteigt besteht Grund zur Sorge. Wir sollen in der Apotheke lieber eine Packung Ibuprofen400 holen und gut ist.

Nebenbei haben wir auch noch erfahren, daß es garnicht so billig ist, wenn man sich auf Schweinegrippe untersuchen lassen will. Der normale Grippetest beim Arzt ist zwar kostenlos, aber für den Test auf Schweinegrippe nehmen die 150€ (!). Und die Kasse übernimmt das nicht. :nana:

Ich finde, ein teures Vergnügen, wenn der Test dann negativ ausfällt.

Nun schweife ich schon wieder ab :red:

Eigentlich wollte ich an dieser Stelle einfach mal an alle fleißigen Arbeitnehmer appellieren, doch bitte zum Arzt zu gehen, wenn die Erkältung zu heftig wird. Es nützt niemandem etwas, wenn ihr krank arbeiten kommt, denn erstens seid ihr selbst nicht so leistungsfähig und könnt euch nicht richtig konzentieren. Daß ihr während der Arbeit den Heilungsverlauf unnötig bremst und dem Körper die letzten zur Heilung nötigen Kraftreserven nehmt, muß ich nicht erwähnen.

Und zweitens steckt ihr andere Kollegen an, die dann ebenfalls krankheitsbedingt ausfallen können. Das kostet euren Arbeitgeber auch nur unnötig Geld, schwächt möglicherweise die Firma, weil Aufträge nicht pünktlich ausgeführt werden können und in Zeiten wie diesen, wo es auf jeden Auftrag ankommt, besteht die Gefahr, daß es der Firma das Genick bricht – und euch kostet es den Job.

Und wer denkt, daß er seinen Job verlieren könnte, weil er sich krankschreiben läßt: Kein Chef wird euch kündigen, nur weil ihr 1 oder 2 mal im Jahr eine (ehrliche) Erkältung habt. Falls doch, dann stimmt schon im Vorfeld etwas nicht.

:oldman: der_uffreescher

“Sind sie auch Deutscher?”

datePosted on 20:57, Juli 27th, 2009 by uffreescher

Das Sommerloch ist mal wieder deutlich zu spüren. :wall:

Da regt sich die ganze Nation über die Ulla Schmidt auf, weil sie mit dem Dienstwagen in Spanien war.

Hey, was soll das? Jeder, der einen Firmenwagen nutzt, fährt damit auch privat. Und wenn es sein muß sogar in den Urlaub. Und nur weil unserer Ministerin der Wagen nun gestohlen wurde, verurteilt jeder ihr Tun.

Ich bin auch der Meinung, daß sie das Recht dazu hatte und nichts Verwerfliches daran zu finden ist. Gut, es ist natürlich eine ordentliche Strecke bis nach Spanien. Und es ist auch heftig, daß sie den Wagen samt Chaufeur nachkommen ließ. Aber trotzdem, ist halt rechtens und somit ok.

Ulla_Schmidt_SixtAber nein, alle hacken sie nun darauf rum. Und Sixt macht sich auch lustig darüber und nutzt den Vorfall für die eigene Werbung. Genauso Europcar, die sogar einen richtig langen “Artikel” geschrieben haben, wie günstig Mietwagen im Ausland seien.

Vermutlich wird es noch so weit kommen, daß die eine große Boulevardzeitung den Rücktritt von Ulla Schmidt fordert, weil es sich schließlich für einen Politiker nicht gehört “die Steuergelder zum Fenster raus zu werfen”. Wenn wir, die nunmal teilweise auch Firmenwagen privat nutzen, das machen ist es aber sowas von in Ordnung, auch wenn wir damit steuerliche Vorteile erlangen und geltend machen :vogelzeig: .

Nee, mich reescht sowass tierisch uff, weil es einfach zu viele Neider auf der Welt gibt.

Und in diesem Fall wird logischerweise mit dem Finger auf die Frau Ministerin gezeigt und gewettert, daß sie einerseits wegen der Gesundheitsreform den Kassen und Ärzten ans Geld will aber andererseits selbst Steuergelder verschleudert. Finde ich nicht.

Ein Außendienstler fährt auch mit dem Dienstwagen quer durch Deutschland und versucht zum Beispiel armen Leuten blöde Staubsauger oder Kosmetika für teuer Geld zu verticken. Und wenn es möglich ist verbindet er das Ganze auch gleich mit einem Urlaub im Schwarzwald. Das Essen mit seiner Geliebten am Abend wir natürlich auch noch über die Spesen als Geschäftsessen abgerechnet.

Aber wie es in Deutschland nunmal ist, spielt überall der Neid mit. Es wäre allen vermutlich lieber, wenn die Frau Schmidt während des Urlaub erstmal wieder zurück nach Deutschland gefahren wäre, hätte sich dann in Berlin entweder in den Dienstwagen oder einen Flieger gesetzt um dann ganz offiziell nach Alicante zu fahren/fliegen und dort zum dienstlichen Termin zu erscheinen. Anschließend wieder zurück nach Berlin und privat wieder nach Alicante. Denn sie macht ja schließlich Urlaub dort.

Da sie aber noch einen 2. dienstlichen Termin ein paar Tage später hat, müßte sie nochmal den Rück- und Hinweg auf sich nehmen, damit bloß niemand was zu meckern hat. Daß es die Kosten vermutlich verdoppeln würde, interessiert dabei niemanden – Hauptsache schön spießig deutsch-korrekt! :stirnpatsch:

Wobei … vermutlich wäre das auch jemandem nicht recht gewesen, eben weil sie 2x gefahren ist. “Sie hätte doch schließlich ihren Urlaub verschieben können”, käme dann als Schlagzeile.

Aber so sind se, die Deutschen.

Alles schön korrekt und nach Vorschrift. :wuerg:

Da blieb es nicht aus, daß nun ein findiger Reiseveranstalter richtig Kohle daraus macht, daß die Deutschen im Urlaub die Liegen mit ihren Handtüchern “reservieren”. Jetzt kann man schon vor Ulaubantritt “seine” Liege für schlappe 8€ pro Tag und Person reservieren. Kein Aufstehen bei Sonnenaufgang mehr um mit dem Stapel Handtücher zum Pool zu latschen. :schlafen_gehen:

Ich find’s cool. Nur noch viel zu billig. Es sollten am Besten keine Liegen mehr draußen stehen, sondern nur noch gegen Gebühr verliehen werden. Oder es müßte jeder Handtuchverteiler verpflichtet werden, von dem Moment an, wo er sein Handtuch auf die Liege legt, da liegen zu bleiben. Essen darf er sich auch nicht holen und auch nicht bringen lassen.


Manchmal könnte ich mich schon dafür schämen Deutscher zu sein.

:oldman: der_uffreescher


All-you-can-eat bis zur Übergabe

datePosted on 11:01, Februar 24th, 2009 by uffreescher

Guten Abend, mein Name ist Birgit Schrowange und das ist RTL – das Extra Magazin mit folgenden Themen …


So fängts immer an.

Und gestern gab es dort einen Bericht, bei dem meine Uffreescherin und ich echt die Krise gekricht ham.

Es wurde über XXL-Restaurants berichtet und – achtung, jetzt kommts – wie schädlich das für unsere Gesundheit ist.

Hallo? Die haben grad so getan, als wenn man da jede Woche hingeht. :vogelzeig: Ich denke den meisten Gästen geht es da haupsächlich um “man muß diese Portionen mal live gesehen haben” und nicht darum, jeden Tag für kleines Geld bis zum Kotzen zu fressen.

Ok, es wird sicher vereinzelt auch Gäste geben, denen es genau darum geht, aber dieser Anteil dürfte verschwindend gering sein.

Wie dem auch sei, sie hatten natürlich auch einen ganz wichtigen Ernährungswissenschaftler, den Herrn Stefan Lück, der seinen Senf dazu abgeben mußte.

Der Gast wird hier ein Stück weit in die Irre geführt, dadurch, daß man ihm vortäuscht, Du bekommst wirklich Unmengen und ganz viel Masse für kleines Geld.

Aber auch ein Mediziner ist dabei, der das kommentiert

Die Freßsucht wird quasi erzogen!

:stirnpatsch:

Unter anderem haben die ein Restaurant besucht, wo man für 4,99€ so viel essen darf wie man will. Gut, mit ein wenig Kleingedrucktem: Die erste Portion kostet 4,99€. Jede weitere Portion, die man auch aufißt, muß man nicht bezahlen, sondern nur die, die man nicht schafft.

Also das heißt im Klartext, wenn ich die 3. Portion nicht schaffe, dann zahle ich für die 1. und 3. Portion, also 2x 4,99€. Hast Du allerdings einen zu kleinen Magen und schaffst schon die 2. Portion nicht, dann zahlste halt auch 2x 4,99€

Man kann nun wie in dem Bericht hingehen und behaupten, daß das Abzocke ist, weil schon die 2. Portion kaum zu schaffen ist (wobei ich die garnicht mal so riesig fand) und man so für 2 wirklich nicht gerade hochklassige Gerichte satte 9,98€ bezahlt.

Ich gebe ja zu, daß es schon recht dreist war 4 Scheiben geschnittene, panierte und dann frittierte Jagdwurst als Jägerschnitzel zu verkaufen, aber was will ich denn erwarten, wenn ich für kleines Geld essen gehe? Es soll satt machen und ist in gewisser Form ein Wettbewerb.

Aber es wäre ja kein investigativ hochwertiger Bericht :chuckle: , wenn uns nicht noch vorgerechnet würde, wieviel Kapital für dieses Gericht als Wareneinsatz von der Chefin geleistet wird: Stolze 1,00€! Das macht rund 4,00€ Ertrag brutto. Sind also 400%. Hört sich viel und unverschämt an, aber ich möchte nicht wissen, mit wieviel Prozent die “Gourmet Tempel” kalkulieren. :pfeifen:

Aber auch dazu hat unser Ernährungswissenschaftler was zu sagen:

Im Grunde kann ich als Ernährungswissenschaftler ganz klar sagen, das ist eine absolute Irreführung, und ich finde es auch gesundheitlich sehr bedenklich. Hier werden Gäste wieder erzogen, hin zum Massenkonsum und der Belastung ihres Körpers und das kann ncht gesund sein!

Wie dem auch sei, der Abschlußsatz der Reporterin war köstlich:

Ein teurer Spaß. Eineinhalb Teller davon kosten jetzt 9,98€. Zum Vergleich: Im italienischen Restaurant bekommt man für 8,50€ Spitzenqualität!

:D Spitzenqualität! Da haben die sicher ihren eigenen Beitrag von vor einigen Tagen nicht gesehen, als sie gezeigt haben, wieviel Italiener in einem italienischen Restaurant in der Küche steht. :nana:

Aber auch zu einem der bekannten Riesenburgern hat unser Ernährunsfuzzi was zu sagen:

[...] eine gigantische Belastung des Körpers und viel zu viel Energie für den Moment. So viel Energie, da könnte ich 3 Tage von leben!

So ein Burger hat bis zu 4.000 kcal, wird uns erklärt. Gut, ist wirklich nicht zu verachten, aber mal ehrlich, auch wenn der Magen-Darm-Trakt damit dann rund 10 Stunden beschäftigt ist … wenn ich mir den Kanal mit Alk vollschütte, dann hat mein ganzer Körper noch viel länger daran zu tun.

Der Bericht wäre nicht vollständig, wenn nicht auch noch die geliebten 2-Kilo-Schnitzel durch den Kakao gezogen worden wären. Ich hab ja auch schon sowas bei unserem Besuch im Waldgeist gegessen und zwar nicht, weil ich mich endlich mal richtig satt essen wollte (das schaffe ich eh kaum :chuckle: ), sondern, weil ich diese Portionen einfach mal live sehen und essen wollte.

Auch das kommentiert unser Experte:

[...] mein Magen arbeitet daran sicher 10 Stunden

Selbstverständlich wurde mit ein paar “Kandidaten” auch ein Vorher-Nachher-Wiegen durchgeführt. Dabei reichte die verzehrte Menge von 0,6 bis 1,6kg. Wenn ich bedenke, daß da auch noch Getränke bei sind, finde ich es nicht so wahnsinnig viel. Geh doch mal zum Italiener und esse eine Pizza. Dazu trinkt man locker mal 2 Cola oder so. Das macht zusammen Pizza ca. 500g + 2x 0,2l Cola (400g) = 0,9kg. So, und wo ist da jetzt ein Unterschied? Wenn ich die obigen 1,6kg auf mich beziehe, dann würde bei dem Beispiel für den Italiener bei mir noch ein Salat und ein Kaffee dazu kommen. Da wären dann auch nochmal geschätzt 300-400g und ich käme damit auf 1,2-1,4kg. Und das bei einem normalen Restaurantbesuch.

Und damals im Waldgeist war’s das 1,5kg Schnitzel mit Pommes und fetter Sauce inkl. Getränk, was mich insgesamt sicher auch locker auf die 1,6 – 1,8kg gebracht hatte (ich habs ja nicht ganz gegessen).

Unser Arzt im Beitrag hat aber auch dazu was zu sagen:

Das geht hin bis zum Hängemagen einerseits – dann gehen da wirklich ein paar Liter rein – bis zum Stierhornmagen, der zur Seite ausgebeutelt ist. Und wenn das dann oben und unten nicht klappt, dann hat man noch ‘nen Zwerchfellbruch und dann kommt die ganze Geschichte noch ein bisschen nach oben…

:-o :angst:

Und das Fazit unseres Ernährungswissenschaftlers?

Grundsätzlich geht es hier um das Geiz-ist-Geil-System. [...] Ich hab manchmal das Gefühl, daß wir Deutschen sehr sehr gut darauf anspringen. Bei uns gilt immer noch Masse, das ist das Wichtigste. Qualität steht ein bisschen hinten an. Im Endeffekt wird der Unternehmer gewinnen und wir werden belastet und sogar gesundheitlich gefährdet.


:oldman: der_uffreescher


Geiz ist geil

datePosted on 20:59, November 19th, 2008 by uffreescher

Nix gegen Sparsamkeit.

Auch nix dagegen zu sagen, daß von unserer Regierung Reformen beschlossen werden.

Ebenso ist manche Reform ja auch mal nicht für alle gut und es kommt auch Ungerechtigkeit dabei vor.

Es gibt nunmal keine Lösungen, die wirklich allen immer gerecht werden.

Doch was im Rahmen der Gesundheitsreformen bisher so beschlossen und geändert wurde, ist schon der Hammer.

Jetzt ist es also so, daß für Pflegehilfsmittel nur noch das absolut notwendigste genehmigt und bezahlt wird.

Das geht zwangsweise auf die Qualität. Aber nicht, weil es so vorgeschrieben ist, sondern weil die AOK zum Beispiel im Rahmen der Ausschreibung für Windeln, welche von Kranken die unter Inkontinenz leiden benötigt werden, ganz besonderen Wert darauf legte, den niedrigsten Preis zu erzielen. Und das wurde in den Ausschreibungspapieren auch genau so geschrieben: Zielgebung = niedrigster Preis.

Das Ergebnis sieht nun so aus, daß diese neuen Windeln von so miserabler Qualität sind, daß sie den Patienten kaum noch trocken halten.

Was soll dieser Mist?

Ja, ich kann es nicht mehr hören, daß die Krankenkassen nunmal enorme Ausgaben haben, weil die Menschen immer älter werden und demnach auch eine erhöhte Anzahl von Kranken und Pflegebedürftigen existiert. Na und? Warum werden denn dann die Beiträge immer weiter erhöht? Dient das nicht dem Zweck die Differenz auszugleichen, die durch die höheren Kosten entstanden ist? Und wofür ist dann der einheitliche Beitrag von 15,5% ab kommenden Januar gedacht?

Aber das interessiert ja nicht, schonmal garnicht die Krankenkassen – wobei ich in solchen Zusammenhängen immer wieder nur von der AOK höre. Sie sind nicht nur die mit den höchsten Beiträgen, nein oftmals auch die mit den geringsten Leistungen bzw. mit den höheren Streichungen.

Ich habe mich vor rund 2 Jahren tierisch darüber aufgeregt, daß z.B. die Vorsorge für grünen und grauen Star von den Kassen nicht mehr übernommen wird. 20€ muß man zahlen, wenn man diese früher mal kostenlose Vorsorgeuntersuchung nun durchführen lassen will. Warum wird diese Vorsorgeuntersuchung nun nicht mehr bezahlt? Es ist doch nicht so, daß man sich nur mal so aus Spaß auf so ‘nen Star untersuchen läßt. Gerade als Brillenträger weiß man auch so schon wie wichtig das Augenlicht ist. Und wenn ich dann z.B. beim Lesen eines Buches feststelle, daß da ein komischer Fleck im Blickfeld ist, dann mache ich mir halt ordentlich Gedanken.

Jetzt gibt es ja auch nicht grad wenige Menschen in Deutschland, die infolge Erwerbslosigkeit grad mal so über den Monat kommen … wenn überhaupt. Die haben ganz einfach keine 20€ übrig um z.B. diese Vorsorge zu bezahlen. Also was macht derjenige dann? Ebend! Er läßt sich nicht untersuchen, auch wenn bei positivem Befund die Kosten von der Kasse getragen werden. Weiß man ja vorher nunmal nicht, ob man grauen Star hat oder ob es einfach nur eine Störung der Netzhaut ist.

Wenn ich dazu noch bedenke, daß durch eine frühzeitige Erkennung und Behandlung sogar Heilung möglich ist, dann packe ich mir an den Kopp, warum die Kassen die Vorsorgeuntersuchung nicht mehr übernehmen. Die Kosten steigen doch sehr, sobald nicht durch eine Tropfentherapie sondern eine Operation geheilt werden kann. Wie hoch die Kosten bei Erblindung sind, scheint dann erst recht niemanden zu interessieren.

Wobei … grad dann, also wenn man erblindet und zum Pflegefall wird, wirds für die Kassen ja wieder richtig billig, weil sie ja mächtig Geld bei den Pflegehilfsmitteln einsparen. Dann gibts halt keinen Blindenhund mehr, sondern ein einfacher Blindenstock reicht. Außerdem hat der Patient doch sicher Familie, die ihn unterstützt. Diese Kosten übernimmt die Kasse ja eh nie vollständig und kann daher noch mehr sparen.

Ja, eigentlich garnicht mal so falsch, wie die Kassen kalkulieren.

:oldman:

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