Posted on 11:46, November 1st, 2008 by uffreescherin
ein jeder kennt ihn, ein jeder hat ihn.
den menschen in seinem umfeld, der alles weiß. restlos alles
selbst wenn er es nicht weiß, er weiß es. und meistens noch besser als man selbst.
der kennt auch alles, da gibts nix, absolut gaaaaarnix, was ihm noch nicht begegnet ist.
boah, wie mich diese leute uffreesche
wenn ich was nicht weiß, dann sag ich “da hab ich keine ahnung von”. den satz kennen die garnicht
lieber labern sie voller überzeugung den letzten müll, anstatt zuzugeben, daß sie davon echt keinen plan haben.
man muß doch garnicht alles wissen, kann man ja auch garnicht. die schon
das sind auch die leute, bei denen krankheiten zweimal schlimmer ausbrechen als bei anderen.
die haben auch schon operationen hinter sich, bei denen die sterbequote bei 99% liegt.
eine normale erkältung, ein normaler grippaler infekt, wie er immer mal auftauchen kann, ist bei denen verbunden mit schwersten fieberschüben, schmerzen in sämtlichen gelenken, totalem stimmbandausfall, schwerst entzündeten nasenschleimhäuten, kurzum, die sitzen dem tod schon auf der schippe. jeder andere arzt würde morphium verschreiben, aber der grade nicht!
wie schlimm wird das werden, wenn sie wirklich mal was haben?
letzthin hatte ich zahnschmerzen. natürlich begegnete mir einer, der mir einen vortrag über wurzelbehandlungen hielt, ausführlich, die komplette behandlung.
nun muß mir ja keiner was von wurzelbehandlungen erzählen, davon habe ich einige hinter mir.
aber ich lernte, daß es noch viel schlimmere wurzelbehandlungen gibt
ich erinnere mich auch daran, was ich erzählt bekam, als ich damals schwanger war.
schauermärchen übers kinderkriegen, tagelang schwerste wehen, spritzen, die nicht wirken, nabelschnüre, die sich vierhundert mal um den hals des am erstickungstod nahen kindes gewickelt haben.
und dann die vorträge, die schwangeren gerne über das wenn-das-kind-erstmal-da-ist gehalten werden. da is vorbei mit leben. da hat man fertig.
ich machte mal den fehler, jemandem zu erwähnen, daß ich rückenschmerzen habe, was ja auch bei einem bürojob vorkommen kann.
ei, hätt ich doch nur mein maul gehalten!
schwerste bandscheibenvorfallsgeschichten mit kompliziertesten operationen mit anschließender monatelanger rehabilitation in einer kurstadt, in der der hund begraben war, mußte ich mir anhören.
und das schlimmste: ein leben im rollstuhl ist quasi vorprogrammiert. tja, da kammer nix machen
schlimm ist, daß man solche leute nicht meiden kann. sie sind überall.
ich erfreue mich jetzt meiner gesundheit und meinem wochenende
Nasebohren ist das Entfernen von angetrocknetem Nasensekret (im Volksmund „Popel“ oder “Bootsmann” genannt, im bayrischen Raum auch „Beglma“; im Rheinland „Napoleon”; „Bettler”, „Rammel“, „Nasenmann“ oder „Wauga“, “Rawutza” in Österreich, „Bögg“ in der Schweiz) oder Fremdkörpern aus der Nase mit dem Finger.
Verletzungsrisiko
Nasebohren birgt einige Risiken: Verletzungen (Exkoriationen) können zu Nasenbluten führen, wobei die Blutung meist aus dem Locus Kiesselbachi, einem Netz von Blutgefäßen am vorderen Ende der Nasenscheidewand, stammt. Infektionen sind möglich, da auf jeder einzelnen Fingerkuppe eine Vielzahl von Krankheitserregern nachgewiesen werden kann. Deshalb wird in aller Regel zur Benutzung eines Taschentuchs geraten. Allerdings ist angetrocknetes Nasensekret häufig so fest angekrustet, dass ein bloßes Ausblasen der Nase noch nicht zum Ziel führt. Man kann aber auch das Taschentuch über den Finger legen und so die Nase von innen reinigen.
Zwanghaftes Nasebohren
Zwanghaftes Nasebohren wird auch als Rhinotillexomanie bezeichnet. Als ein Verhalten mit Krankheitswert wird zwanghaftes Nasebohren nach der ICD-10 (der Internationalen Klassifikation der Krankheiten und verwandten Gesundheitsprobleme der WHO) mit F98.8 unter “Sonstige näher bezeichnete Verhaltens- und emotionale Störungen mit Beginn in der Kindheit und Jugend” eingeordnet.
Zitate
“Der Schluck aus der Nase ist die Auster des kleinen Mannes” (A. Schopenhauer).
Ok, wenn man das so liest, dann müßten einem die Popler ja eigentlich mächtig leid tun, da sie doch an einer echten, anerkannten Krankheit leiden.
Aber wenn ich ehrlich bin, wenn am Schreibtisch neben mir ein Kollege sitzt, sich genüßlich in der Nase bohrt, danach entspannt zurückgelehnt die an seinem Finger klebende Ausgrabung in aller Seelenruhe von allen Seiten betrachtet, um sie dann an seiner Hose abzuwischen …
Bedenke ich dann noch, daß er mit genau diesen Fingern in einem Handy, welches wir zur Reparatur da haben, rumhantiert … also nee. Stellt Euch doch mal vor, ihr bekommt euer Mobiltelefon aus der Reparatur zurück und bei genauer Betrachtung seht ihr, daß in der Aussparung vom Lautsprecher (also da, wo ihr mit dem Ohr dranhängt) etwas grünlich-gelbes klebt, dann mag es ja sein, ihr assoziiert als erstes Ohrenschmalz damit. Aber der Gedanke zu wissen, was es wirklich ist, macht es dann doch ziemlich schwierig, darüber hinweg zu sehen.
Eine andere Kollegin hatte das wohl auch beobachtet und ihm Abends nach Feierabend einen DIN A4 Zettel auf den Platz gelegt, auf dem dick mit Edding stand “Popeln beim Reparieren von elektrischen Geräten ist ekelig”. Dazu dann noch ein Papierhandtuch auf dem Stand “zum Naseputzen!”.
Am nächsten Morgen hat er sich dann bei mir beschwert. Da ich später als er angefangen hatte, wußte ich nichts von dem Zettel. Er kramte also maulend in seinem Papierkorb “guck mal, was heute hier lag, Uffreescher” und entknüllte besagten Zettel, den er mir dann provokativ entgegenstreckte. Dann nochmal ein Griff in den Eimer um mir auch noch das Papierhandtuch zu zeigen.
Geflucht wie ein Rohrspatz hat er und kotzte sich bei mir aus, was wir doch für unmögliche Kollegen hätten. Schließlich könne er doch nichts dafür, daß er krank sein und außerdem … hätte daran ja nur die Firma bzw. deren Klimaanlage Schuld.
Ja, nee, is klaar.
Die einzige Antwort, die ich für ihn hatte, war “Ein Glück für uns, daß Du nicht Durchfall hattest”.
in unserem multikulturellen plattenbau sind wir ja umzingelt von hellhörigkeit.
und umgekehrt genauso.
wenn die junge frau von dem jungen mann im erdgeschoß ihren eisprung hat, dann hört man ganz genau, wie sie versuchen ihren kinderwunsch zu erfüllen
die hat oft eisprung
gestern abend tobte ein gewitter um und über uns. bei sowas kann ich nicht schlafen, is mir zu laut und ich erschreck da immer so, wenns laut donnert und während mein uffreescher im tiefschlaf von breitreifen und komfortblinkrelais träumte , wanderte ich durch die wohnung.
gegen eins war dann endlich ruhe und ich ging wieder in mein bett um endlich mal zu schlafen.
ich war ja auch hundemüde weil ich die nacht vorher meinen eisprung hatte und somit verfiel ich zügig und in angemessener eile grußlos in meinen endlich wohlverdienten schlaf.
bis…… bis die drecksau vom dritten stock schräg gegenüber seinem auswurf freien lauf lies. drecksau süd.
das macht der jeden morgen wenns hell wird
steht auf seinem balkon und zieht von gaaaanz weit unten einen, bestimmt grünen, schleimigen hoch um ihn dann mit inbrunst über die brüstung zu rotzen. Sein fetter nackter bauch hängt dabei in den geranien.
das macht der zwei- dreimal, schamlos als wäre er alleine auf der welt! das hört sich an wie in der lungenabteilung in der frankfurter uni, abteilung “daisnixmehrzumache”.
ich würd ja was rausschreien und ihn übelst beschimpfen aber dadurch würd ich meinen uffreescher wieder wecken, also brech ich dann lieber in mein kissen.
boah, was reesch isch misch da uff
kein wunder, daß ihm sein eisprung vor zwei jahren abgehauen ist. seitdem lebt er alleine, spannt auf dem balkon rum und rotzt sich den wolf. sau die!
…..ob der auch mein schnarchen hört? is mir auch scheißegal
wenn er sich dann endlich ausgekotzt hat und vom balkon verschwindet kann ich noch dusseln bis mein wecker losgeht. in voller lautstärke. schlagersender. besser als wie rotztöne.
dann gehts in der küche weiter. auch da gegenüber wohnt so einer. im parterre. drecksau west.
dem kommts aber immer erst gegen halb acht hoch
ablauf ist fast der gleiche….. nur hat er ein schiesser feinripp an……aber auch von unten hochgezogen, das schleimige glück und dann raus mit. an guten tagen hat er noch argen husten dabei bei dem der auswurf dann ohne hochziehen kommt. nach einem solchen hustenanfall hat er dann ziemlich schnell den mund voll und rotzt es, alles an einem stück, über die fuchsien, beide hände krampfen sich dabei an der brüstung fest. muß ne harte nuß sein, die ihm da so durch die kehle wandert
hört sich alles an wie “stirb langsam teil fünf”.
mittags spielen dann die kinder auf der wiese damit und backen einen glibberkuchen oder ziehen sich da eine schöne grüne kette von
ich bin froh, wenns wieder winter wird, da rotzen sie nämlich beide drinnen weils draußen zu kalt ist
Gnarzi: Huhu..
Sagt mal ihr Nasen... ihr macht euch ja hier auch super rar... da dachte ich, ich komme mal und erfreu mich an neuen Beiträgen und was ist? Gerade mal zwei im letzten dreiviertel Jahr. Gibts denn nichts mehr zum uffreeschen??????
Grü le [...]
eihorschemol: Einem Frankfurter geht doch nie die Sprache aus.
Wollt ihr das etwa zumachen?
Das ist verboten!
Tomaten+Mettwurst-Stambes: des gibt hier nie mehr was , gäää?
Schad eigentlich!
Okay dann !
Rucksack: Ja, die HItze ist klasse - ich bewundere das Durchhaltevermögen der Missionierenden.....bissch en Weihwasser hätt man dene abba gebe kinna
DZK-Liebi: wann kommden des mit de nääschel?
Rucksack: WOW - na endlich - det is ja wie warten auf ne neue Platte von Kate Bush.....
pippilotta: Ui, sie leben noch!
Schön mal wieder von euch zu lesen!!!