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Fly like an eagle

datePosted on 19:20, Oktober 18th, 2008 by uffreescher

Da hat der ADAC zusammen mit der Polizei eine Untersuchung durchgeführt um zu ermitteln, wie gut – wenn überhaupt – unsere Kleinsten im Auto angeschnallt von den Eltern zum Kindergarten oder zur Schule gefahren werden.

Für die Untersuchung haben sich die Kontrolleure in 16 Städten vor Schulen und Kindergärten postiert und die Beobachtung gemacht, daß 37% aller Kinder garnicht angeschnallt, nicht im vorgeschriebenen Kindersitz saßen und wenn doch, dann in selbigem nicht korrekt angeschnallt waren. Der Anteil der falsch oder garnicht gesicherten Kinder, die in den Kindergarten gefahren wurden, lag bei unglaublichen 17%! :-o Überlegt mal, 17 von 100 Kindern im Kindergartenalter (also zwischen 2 und 6 Jahren) sind teilweise garnicht angeschnallt!

Das Ergebnis überrascht mich nicht, denn auch unter den Erwachsenen gibt es mehr als genügend, die sich im Auto nicht anschnallen. :schulterzuck:

Wenn diese Leute dann bei einer Vollbremsung durch die Frontscheibe fliegen, dann sind sie es selbst Schuld und müssen halt, auch wenn es jetzt hart klingt, mit den Folgen leben … falls sie es überleben.
Aber so ein Kind kann das noch garnicht selbst entscheiden und ist sich logischerweise auch garnicht über die Konsequenzen bewußt.

Warum achten Eltern nicht darauf, daß ihre Kinder im Fahrzeug gut gesichert sind? Ich mein, für viele Autofahrer ist doch das Auto ihr absolutes Heiligtum. Wollen die wirklich riskieren, daß durch so ein umherfliegendes Kind die Windschutzscheibe kaputt geht? Und erst das Blut auf den Sitzpolstern! Das geht doch nie wieder raus. :hmm:

Hier mal ein Crash-Test, Kind mit normalem Gurt. Schön, wie das Kind stranguliert wird:

Oder auch hier, ein Vergleich “Kindersitz vs. unangeschnallt”. Leider fliegt das Kind nur gegen das Armaturenbrett:

Aber auch hier kann man sehen, wie schön ein unangeschnallter Erwachsener wie eine Flipperkugel durchs Auto tänzelt. So richtig toll sind dann die Folgen:

Zuerst wollte ich ja Bilder und Videos von realen Unfällen zeigen, so richtig mit Blut und gebrochenen Knochen, denn ich finde, man kann garnicht deutlich genug klarmachen, wie verantwortungslos viele Menschen sind. Habe dann aber Abstand davon genommen, weil in den oben gezeigen Videos auch deutlich genug gezeigt wird, was passieren kann.

Auch wenn ich nichts an der Tatsache ändern kann, wie wenig vielen Eltern ihr Kind bedeutet (siehe auch diese Meldung hier), vielleicht schaffe ich es mit meinem Artikel zumindest einen einzigen Elternteil davon zu überzeugen, etwas zu ändern. Das wäre ja schonmal was.

Die Frau aus dem Artikel gestern hat ja zumindest ihr Kind gesichert transportiert. :chuckle:

:oldman:


Wir sind das Volk!

datePosted on 22:52, Oktober 2nd, 2008 by uffreescher
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Es wird ja schon ein ganzes Weilchen darüber diskutiert und an mir ging es recht emotionslos vorbei. :gaehn:

Doch als ich heute in den Nachrichten sah, daß da in Laibtzsch 150 Frauen für den Versorgungsausgleich demonstrierten … jaaaahaaaaa, da hab ich mich wieder uffgereescht! :motzen:

Grundsätzlich finde ich den Versorgungsausgleich ja absolut ok und auch angemessen, weil in den meisten Familien, ein Elternteil eine Weile Zuhause bleibt, bis die Kleinen entweder im Kindergarten oder sonstwo gut untergebracht sind. In dieser Zeit fehlt demjenigen dann die Kohle, um sie in die Rentenkasse einzuzahlen und später bekommt er dann auch weniger wieder ausgezahlt. Also finde ich den Ausgleich bei einer Trennung der Ehepartner für gerecht. :ok:

(Bildrechte: dpa / Collage: MDR.DE)

(Bildrechte: dpa / Collage: MDR.DE)

Nur – uffbasse, jetzt kommts! – darum geht es den Frauen da im Osten garnicht :nono: . Zumindest nicht so richtig :stoned: . Denn sie wollen den Versorgungsausgleich nicht nur für die Zeit ab Wiedervereinigung. Neeheeee, sie wollen auch für Ehen die z.B. in 1979 geschieden wurden einen Versorgungsausgleich. :vogelzeig:

Hallo? Gehts noch?

Wenn ich schon immer höre, wie toll doch damals im Osten alles war. Und wie sie doch so gern alles wieder so hätten, wie es damals in der DDR war. Und außerdem sind die im Westen doch eh alles Verbrecher und gerade für junge Eltern und deren Kleinen wurde in der DDR doch soooo viel getan und sie mußten sich, im Gegensatz zu heute, gar nie niemals nicht Sorgen oder Gedanken darüber machen, wo die Kleinen untergebracht würden. Außerdem konnten, eben weil sich ja von staatlicher Seite her so gut um die Kinder gekümmert wurde (z.B. Kinderkrippen), die Eltern fleißig weiter arbeiten und hatten daher finanziell so gut wie keinerlei Einbußen.

Und wie argumentieren die Frauen heute in Leipzig? Sie hätten ja viel weniger als die Männer verdient (ist das nicht auch schon immer “bei uns im Westen” eher die Regel?!).

Zudem:

«Im Westen wird Müttern, die wegen der Kindererziehung zu Hause geblieben sind, ein Versorgungsausgleich gezahlt. Im Osten nicht», beschreibt Lauterbach (Anm. Uffreescher: Ute Lauterbach aus einem kleinen Ort bei Berlin. Die 68-Jährige ist Gründerin der Initiativgruppe der in der DDR Geschiedenen und eine der Organisatorinnen der Protestveranstaltung) die Situation, unter der viele vor 1992 geschiedene Ost-Frauen leiden. Ein Großteil von ihnen habe nicht mehr als 500 bis 600 Euro Rente und lebe damit am Existenzminimum.

Zu ihnen gehört auch Ursula Töpfer. Sie hat ihren Mann – einen Bauingenieur – 1944 geheiratet, bekam von ihm zwei Kinder und folgte ihm an jeden Ort, an den es ihn beruflich verschlug. «Als er 50 wurde, hat er festgestellt, dass er immer nur gearbeitet hat und sich eine 20-jährige Frau genommen», erzählt die hochbetagte Frau von ihrem Schicksal. Als seine junge Ehefrau kurz darauf schwanger wurde, sei er gestorben. Die Frau hatte damit Anspruch auf die Intelligenz-Witwenrente, die Witwen von Akademikern zusteht. Ursula Töpfer ging nach 30 Jahren Ehe leer aus. «Ich habe in meinem Alter nichts mehr zu erwarten», sagt die 83-Jährige. Trotz ihres hohen Alters will sie aber zu der Protestaktion in ihrer Stadt kommen.

Quelle


Was denn nun? Dafür, daß doch früher in der DDR alles so viel besser und außerdem grad die Frauen mit Kindern so toll versorgt waren und auch weiter arbeiten konnten, ist jetzt alles ganz schön scheiße. :schulterzuck:

Ganz spontan mußte ich feststellen, daß wir nun für den Rest unseres Lebens nicht nur für die Juden zahlen müssen, sondern genauso wohl auch für die ehemaligen DDR-Bürger.

Da, wo es wirklich gerecht ist, sehe ich es ja auch ein und bin gern bereit zu akzeptieren, daß der Staat und somit wir Steuerzahler, löhnen. Aber wie lange und für welchen Zeitraum rückwirkend? Irgendwo muß doch mal eine Grenze gezogen werden. :idee:

Damit ich mich wieder abrege, gehe ich jetzt mal in den Keller und grabe meine Omma aus, die sogar aus Polen stammt und später, nach’m Kriech, sogar viele Jahre (bis kurz vorm Mauerbau) im Osten lebte. Damit ist sie so richtig tief aus dem Osten, was sicher ganz viel Geld für Wiedergutmachung wert ist!

Ich meld’ mich dann, sobald ich meine Geldsäcke in Luxemburg verstaut habe. :party:

:oldman:

Wo der Wildbach rauscht

datePosted on 20:59, August 25th, 2008 by uffreescherin
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mich beschäftigt mal wieder was. kam mir in der badewanne so in den sinn. ich bin ja eine wannen- und duschdenkerin.
was mir da so alles einfällt….. :roll:
diesmal kamen mir stadtkinder und landkinder in den sinn.
ich bin ja ein großstadtkind und ich kenne viele landkinder. also welche, die in dörfern großgeworden sind und ich danke gott dafür, daß er mich beim aufteilen zu den städtern gelegt hat :beten:
da kommt ja auch der ausdruck “hinterm mond leben” her , oder “da ist der hund begraben” …. also ich finde es entsetzlich dort leben zu müssen. nichtmal tot überm zaun hängen wollte ich da :kopfsch:

Gegend

Gegend

jaaa ich weiß, kein landkind würde mit mir tauschen wollen. verstehe ich ja auch, können auch alle zu mir sagen, daß ich ja keine ahnung habe, sie können mich beschimpfen :schimpf: und mir mit dem rechen vorm gesicht rumfuchteln, ich seh es eben so und laß mich dahingehend auch nicht bekehren.
ich hab nix gegen dorfbewohner, finde sie einfach nur ein bißchen weltfremd.

die ziehen sich auch nie mal schick an. das schicke, das sie zum anziehen haben, das hängt, frisch aus der reinigung und mit plastikfolie überzogen, im kleiderschrank und wird nach bedarf, bei hochzeiten, beerdigungen und an weißen sonntagen rausgeholt. bei männern klassisch, ein schwarzer anzug, weißes hemd und krawatte, bei frauen schwarze hose oder schwarzer rock, weiße polyacrylbluse…ein buntes satinhalstuch als farbtupfer dabei und schwarze, schlichte  pumps, die auch wieder zurück in den karton kommen, weil man ja von den scheißdingern blasen an die füße bekommt. ein jäckchen mit dezenter lurexstickerei, falls es im dorfgemeinschaftshaus mal zieht, kann man es locker über die schulter legen :) brosche nicht vergessen!

beerdigungen find ich dort klasse. da gibts dann immer lecker blechkuchen :sabber: und belegte brötchen im dorfgemeinschaftshaus :eat_fast: und wenn dann, zu späterer stunde die schwarzen krawatten gelockert werden und der obstler auf den tisch kommt, dann ist die trauer auszuhalten :drunk:
dorfgemeinschaftshaus ist die festhalle. nur viel viel kleiner. und es gehört glaub ich allen. da hat jeder einen schlüssel für. und wenn einer mal keinen schlüssel hat, dann kennt er einen, der einen hat :nick:
sonntags gehts in die kirche. da gibts dann auch wieder jemand, der weiß, wer gefehlt hat :papst:
nach der kirche gehen die männer in die dorfkneipe und warten, bis die frauen zu hause das essen fertig haben :hungry:

urlaub is ja ok, aber so ganz, für immer?
da is außer gegend nix. rundrum.
zum arzt muß man kilometer weit fahren.
zum einkaufen auch, ok, ein stück butter oder 2 eier bekommt man mal schnell von nachbarn, der sowieso mit einem verwandt ist, aber für so´n großeinkauf zum wochenende kannste mal locker einen halben tag einplanen.

überhaupt. als großstadtkind biste geprägt fürs leben. hier ist wenigstens was los. da vergeht kein tag, an dem nicht irgendwas passiert. sei es ein handtaschenraub :baseball: ein aufgebrochener zigarettenautomat oder auch nur eine bande kerle, die autos aufbricht. sogar international gesuchte terroristen lebten hier unter uns. vielleicht heute noch :zieh:
ich bin großgeworden mit solchen dingen, drogen gabs in allen konsistenzen zu kaufen :rauchen:

und was gibts auf dem land für highlights?
der oberschenkelhalsbruch vom käthchen
die mumpsepedemie im kindergarten.
der neugeleaste astra vom nachbarn.
oder mal ein richtfest.

klasse :gaehn:
für kinder mag das ja alles freude sein, aber spätestens als teenager fangen die doch an zu überlegen.
wenn der vater 70 kilometer fährt um zur arbeit zu kommen, wenn er nicht im örtlichen steinbruch arbeitet.
was sollen denn die jugendlichen dort anstellen, außer nachts kühe umwerfen?
zur disco müssen sie kilometerweit fahren. laufen durch den wald will kein mädel bei nacht und dunkel. und wie oft liest man, daß ein mit fünf jugendlichen besetztes fahrzeug auf dem heimweg in der gegend verunglückte  :( taxi? woher denn? :schulterzuck:

wenn man samstags eine gegendfahrt unternimmt, muß man höllisch aufpassen, daß man keine besen abfährt. alle gegender kehren nämlich samstags die straße.
wenn man einen gegender besucht kann man beobachten, wie die vorhänge im umkreis wackeln.

die sehn sich da auch alle irgendwie ähnlich :hmm:

ich bin froh, daß ich ein stadtkind bin. aber ich mag auch die dorfkinder :nick:

wie immer…..die uffreescherin :bye:

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